NRW-Takt

© Deutsche Bahn AG/Martin Busbach

Taktvoll. Schnell. Zuverlässig.


Seit seinem Start im Jahr 1998 ist der NRW-Taktfahrplan im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) eine Erfolgsgeschichte.

Leicht merkbare Taktzeiten, Systemanschlüsse und schnelle Verbindungen sorgen für eine hochwertige und zuverlässige Mobilität. Hinzu kommen nennenswerte Leistungsausweitungen und klare Produktklassen (RegionalExpress, RegionalBahn, S-Bahn). Die in Stufen eingeführten Verbesserungen haben bis heute deutliche Nachfragesteigerungen zur Folge.

Der Plan für den SPNV 2032/2040

Auch wenn in den vergangenen Jahren schon viel erreicht wurde, arbeitet das KC ITF NRW immer daran, die Weichen für einen auch in Zukunft attraktiven SPNV zu stellen. Dazu wurde ein Zielnetz konzipiert, welches in den nächsten 10 Jahren bis zum Jahr 2032 umgesetzt werden soll. Näheres unter: SPNV-Zielnetze für NRW

Rhein-Ruhr Express

Die ersten neuen RRX-Fahrzeuge sind seit Dezember 2018 auf den Schienen in NRW unterwegs. Sie sollen zu einem reibungslosen Verkehrsfluss im bevölkerungsreichsten Bundesland Deutschlands beitragen. Neben den innovativen und energieeffizienten Fahrzeugen ist aber insbesondere eine leistungsfähige Schieneninfrastruktur notwendig, um das Gesamtkonzept Rhein-Ruhr-Express, von Westfalen, über das Ruhrgebiet bis ins Rheinland, erfolgreich umzusetzen. Weitere Informationen zum Zielnetz RRX können unter folgendem Link eingesehen werden: Angebotsplanung

RRX-Vorlaufbetrieb

Im Dezember 2020 ist die letzte Linie, die RE4 in den RRX-Vorlaufbetrieb gestartet. Der Vorlaufbetrieb ist die Vorstufe zum Zielnetz RRX und in seiner Gesamtheit nun umgesetzt.

Im Einzelnen fahren im RRX-Vorlaufbetrieb folgende Linien im Stundentakt:

  • RE 1 (RRX) von Aachen nach Hamm
  • RE 4 von Aachen nach Dortmund
  • RE 5 (RRX) von Wesel nach Koblenz
  • RE 6 (RRX) von Köln/Bonn (Flughafen) nach Minden
  • RE 11 (RRX) von Düsseldorf nach Kassel

 Mit dem Vorlaufbetrieb verbinden die SPNV-​Akteure des Landes erste deutliche Verbesserungen im Angebot, die – bezogen auf die erforderlichen Kapazitäten sowie auf die Pünktlichkeit – auch dringend notwendig sind.

NRW-Takt 2017

Spürbare Änderungen für den Fahrgast gab es bereits zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2016; es fanden entscheidende Linienoptimierungen auf dem Weg zum RRX-Zielnetz statt. Ein weiterer Meilenstein folgte dann Ende 2018, als die ersten der insgesamt 82 neuen Züge zum Einsatz gekommen sind.

Die erfolgten Schritte im Einzelnen:

  • Ab Dezember 2016 kam es besonders auf der zentralen Rhein-Ruhr-Achse zu Angebotsverbesserungen. Durch die Neugestaltung der Linie RE11 auf dem Laufweg Düsseldorf – Hamm/Kassel-Wilhelmshöhe entstand zwischen Düsseldorf und Hamm ein annähernder 20-Minuten-Takt aus den Linien RE1, RE6 und RE11.
  • Zwischen Mönchengladbach und Essen fährt anstelle des RE11 die neue Linie RE42 weiter in Richtung Münsterland. Im Zusammenspiel dieser Neuerungen entstand zwischen Duisburg und Essen ein Angebot von fünf anstelle der vorherigen vier RE-Fahrten pro Stunde.
  • Zwischen Hamm und Paderborn ersetzte der RE11 den RE1 und fährt zweistündlich bis nach Kassel/Wilhelmshöhe.
  • Der RE6 wurde ab Düsseldorf über Neuss und Köln Hbf nach Köln/Bonn-Flughafen verlängert. Damit wurde die bislang als Pendel zwischen Düsseldorf und Köln/Bonn Flughafen verkehrende Linie RE6a abgelöst. Somit ergibt sich zwischen Dortmund und Köln neben dem RE1 eine zweite stündliche RE-Verbindung. Wegen der fehlenden Trassenverfügbarkeit kann die Linie nicht über Leverkusen geführt werden.
  • Am rechten Niederrhein entstand mit der Linie RE19 ein neues Angebotskonzept. Der RE19 pendelt stündlich zwischen Düsseldorf und Emmerich und wurde bis Arnheim verlängert, so dass die langjährige Unterbrechung im grenzüberschreitenden Verkehr nun geschlossen ist. Der RE5 verkehrt nur noch im Abschnitt Koblenz – Köln – Duisburg – Wesel und wird nördlich von Wesel durch den RE19 ersetzt.
  • Die Linien RE11 und RE19 schließen eine bisherige große Lücke im Angebot zwischen Duisburg und Düsseldorf. Somit fahren sieben RE-Linien pro Stunde zwischen den beiden Städten und tragen wesentlich zur Entspannung auf dem hoch frequentierten Korridor bei.
  • Mit diesem „RE-Konzept 2017“ nähert sich der Linienverlauf in Teilen an das künftige Zielkonzept des RRX an. Die notwendige saubere Taktung sowie die erforderlichen Kapazitäten insbesondere im Abschnitt Duisburg – Düsseldorf – Köln können jedoch ohne den erforderlichen Infrastrukturausbau noch nicht umgesetzt werden, ebenso wenig eine schnelle Verknüpfung zwischen Münster und Dortmund bzw. Düsseldorf.

Zusätzlich zu den Änderungen im Angebot wurden neue Doppelstockwagen beschafft, so dass den Fahrgästen auf den Linien RE 1, 2 und 5 bis zu 130 Plätze mehr zur Verfügung stehen. Durch die längeren Züge verkürzten sich zudem die Fahrgastwechselzeiten, wodurch die Pünktlichkeit der entsprechenden Linien gesteigert werden konnte.

NRW-Takt 2011

Im Dezember 2010 konnten unter dem Motto "Mehr RE für NRW" deutliche Verbesserungen im zentralen RE-Netz umgesetzt werden. Durch neue Linienführungen konnten neue Direktverbindungen geschaffen werden. Der RE 2 verkehrt seitdem von Münster über Recklinghausen und Essen weiter nach Düsseldorf. Darüber hinaus konnten Fahrgäste aus der Region Mönchengladbach/Krefeld direkt mit dem RE 11 über Essen hinaus in Richtung Hamm fahren. Die Reisezeit zwischen Mönchengladbach und Dortmund verkürzte sich damit um fast 15 Minuten. Der Abschnitt Hamm – Paderborn wurde durch den RE 1 statt wie zuvor durch die Linie RE 11 bedient. Durch den neu stündlich verkehrenden RE 11 wurde auf dem Kernkorridor im Ruhrgebiet ein angenäherter 20-Minuten-Takt im RE-Verkehr geschaffen.

Die Anfänge des ITF NRW

Bereits seit Ende der 1990er-Jahre wird der Schienenpersonennahverkehr in Nordrhein-Westfalen an den Leitsätzen eines integralen Taktfahrplans ausgerichtet. Durch Taktausweitungen, neuen Linien und veränderten Linienführungen wird das Angebot seitdem stetig an die Erwartungen der Fahrgäste angepasst, um sichere Umsteigeverbindungen, eine hohe Nahverkehrsqualität und kurze Reisezeiten zu ermöglichen.

Detaillierte Informationen zu den ersten Schritten auf dem Weg zum heutigen Taktfahrplan sind nachfolgend aufgeführt.

Die Inbetriebnahme der Neubaustrecke Köln – Frankfurt führte zu einer Neuordnung des Fernverkehrs in NRW. Ein Teil des RE-Netzes musste hierdurch angepasst werden. Auch der Knoten Köln musste hierdurch teilweise neu geplant werden. Des Weiteren wurde mit dem ITF 2 nachfragegerecht, wirtschaftlich und qualitativ nachjustiert.

 

Wesentliche Meilensteine des ITF 2 sind:

 

  • Beschleunigung von RegionalExpress-Linien durch den Einsatz neuer, leistungsstärkerer Lokomotiven und Triebfahrzeuge sowie durch den Verzicht auf Zughalte,
  • Anpassung an veränderten Fernverkehr,
  • weitere Erschließung des ländlichen Raumes durch ein verstärktes RegionalBahn-Angebot,
  • teilweise Teilung lang laufender Linien zur Reduzierung der Verspätungsanfälligkeit.

Durch den ITF 1plus wurde der wegfallende InterRegio-Verkehr kompensiert. Darüber hinaus wurde der ITF 1 an verschiedenen Stellen modifiziert.

 

Wesentliche Meilensteine des ITF 1plus sind:

 

  • Ausgleich von Streichungen im Fernverkehrsangebot durch die Einführung von Ersatzangeboten im Nahverkehr und damit Sicherung der Qualitätsstandards des ITF 1,
  • Angebotsausweitungen im Wochenendverkehr (Ersatz von Zweistundentakten durch stündliche Verkehre),
  • Einführung des S-Bahn-Vorlaufbetriebs zwischen Duisburg und Mönchengladbach sowie zwischen Düsseldorf und Krefeld,
  • Verbesserung der Umsteigemöglichkeiten zum Fern- und Nahverkehr insbesondere in Duisburg, Düsseldorf und Mönchengladbach.

Mit dem ITF 1 begann in NRW ein neues Zeitalter für den SPNV. Erstmals gab es flächendeckend einen landesweiten Integralen Taktfahrplan (ITF).

 

Wesentliche Meilensteine des ITF 1 sind:

 

  • Leistungsausweitung durch mehr Linien, neue Linienführungen, neue Verknüpfungen und ausgeweitete Bedienungszeiten mit landesweiten Mindeststandards,
  • Verbesserung der Umsteigebeziehungen zur qualitativen Verbesserung des Angebots,
  • Anpassung an veränderten Fernverkehr (z. B. Integration der geänderten Fahrlage der ICE-Linie Köln/Düsseldorf – Berlin),
  • hierdurch teils deutlich verkürzte Reisezeiten in NRW,
  • Wiedereinführung des Wochenendverkehrs flächendeckend auch auf Nebenstrecken,
  • RE- und RB Linien erhalten Namen mit Regionalbezug (z. B. Eifel-Express).

Siehe auch